Hersteller: PETROF Klaviere und Flügel gebraucht kaufen

Petrof ist ein tschechischer Hersteller von Klavieren mit Sitz im nordostböhmischen Hradec Králové (deutsch Königgrätz) und der größte Hersteller akustischer Flügel und Klaviere in Europa. Die Instrumente werden auf allen fünf Kontinenten in 65 Ländern weltweit verkauft. Seit 1864, als Antonín Petrof seinen ersten Flügel baute, werden unter dem Namen Petrof sowie unter vielen anderen Namen innerhalb der PETROF-Markenfamilie über 630.000 Instrumente hergestellt. Petrof – Instrumente sind unter Musikern berühmt für ihren außergewöhnlich runden, warm-romantischen und trotzdem überaus modulationsfähigen Ton.

Natürlich hat sich die Produktion über eineinhalb Jahrhunderte vielfältig verändert, aber präzise Handarbeit, sorgfältigste Materialauswahl und der unvergleichliche, romantische Ton sind geblieben. Zahllose berühmte Künstler wie auch bekannte Persönlichkeiten haben sich in den Ton der Petrof – Instrumente verliebt, weswegen die Repräsentanten der fünften Generation der Familie Petrof mit großem Stolz ihre Familientradition fortführen.

Das Unternehmen wurde 1864 vom Klavierbauer Antonín Petrof (deutsch Anton Petrof) in Hradec Králové gegründet. Dieser hatte sich zuvor in Wien bei verschiedenen renommierten Klavierfabrikanten wie Heitzmann, Friedrich Ehrbar und Schweighofer ausbilden lassen. Mit den Jahren stellte sich der Erfolg ein, und er konnte zu einem bedeutenden Hersteller aufsteigen. Zu den Kunden gehörte unter anderen der kaiserliche Hof. Petrof erhielt 1899 das Privileg eines k.u.k. Hoflieferanten und den Titel eines Geheimen Hofrates verliehen. Auch die Söhne erhielten später beide Titel. 1908 wurde das Unternehmen in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelt, Petrofs Ehefrau Marie wurde Prokuristin, die Söhne Jan, Antonín und Vladimír wurden Teil des Betriebs. Antonín und Marie Petrof starben 1915, die Geschäftsführung wurde vom jüngsten Sohn Vladimír Petrof übernommen.

Ab 1924 wurden Klaviere nach Amerika, Asien und Australien exportiert. In London eröffnete Petrof gemeinsam mit Steinway 1928 eine Niederlassung in der Wigmore Street. Mit dem Einstieg von Dimitrij, Eduard und Eugen Petrof begann die dritte Generation des Familienunternehmens. Der Klavierhersteller Petrof wurde während der Weltausstellung 1935 in Brüssel mit dem Grand Prix ausgezeichnet. In der Zeit waren 400 Arbeitskräfte im Betrieb beschäftigt.

Im Jahre 1948 wurde der Hersteller Petrof verstaatlicht, zwischen 1991 und 1998 erfolgte die Reprivatisierung. Petrof, das seit 2004 von zwei Schwestern der fünften Generation der Familie Petrof weitergeführt wird, ist mit jährlich bis zu 5.000 Pianinos und 900 Flügeln gegenwärtig stückzahlenmäßig einer der größten Klavierproduzenten in Europa.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts bemüht sich Petrof auch um Innovationen im Klavierbau. So entwickelte das Unternehmen eine Vorrichtung, um mittels einstellbarer Magnete das Spielgewicht der Tasten der Flügelmechanik justieren und nach den Präferenzen eines Pianisten einstellen zu können.

Petrof erwarb 1932 die Lizenz zur Produktion des elektro-akustischen Klaviers Neo-Bechstein, welches als Neo-Petrof vermarktet wurde. In den Petrof-Manufakturen werden auch Instrumente anderer Marken fabriziert. Im Zweigwerk in Jiříkov (deutsch Georgswalde) werden in China vorgefertigte Pianos der Marke Weinbach endmontiert. Dort hatte bis zum Zweiten Weltkrieg eine Fabrik der Firma August Förster bestanden, die in Löbau in Sachsen ihr Hauptwerk hat.

Quellen: Wikipedia sowie Internetseite des Herstellers Petrof. Weitere Informationen unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Petrof und https://www.petrof.de/geschichte

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